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Frage: Ihr macht ALLRAD Holidays seit nunmehr 14 Jahren, macht's noch Spass? Manfred: Nicht immer, aber meistens. Wir empfinden die ALLRADLER als angenehme, sympathische, unternehmungslustige Zeitgenossen. Das trifft auf alle Altersgruppen zu. Wenn wir unsere Gäste am Vancouver Airport abholen, ins Hotel bringen und uns anschliessend zu einem Plausch zusammensetzen, sind wir nach zwei Tassen Kaffee und einem Sandwich schon fast Freunde. Frage: Du bist von Beruf Grafikdesigner und Jocelyn hat Kunstgeschichte studiert, warum macht ihr sowas völlig Anderes? Manfred: Das ist eine lange Geschichte. Zusammenfassend möchte ich nur sagen, dass das Künstlerische und die Liebe zur Natur seit vielen Jahren unsere Existenz bestimmt haben. Ich habe etliche Jahre als freiberuflicher Designer und Illustrator für die Parksverwaltung von Britisch Kolumbien Infotafeln gestaltet. Noch heute spielen Illustration, Fotografie und grafische Dinge eine wichtige Rolle. Frage: Du sagtest, dass Du die verdreckten Fahrzeuge oft selber wäschst und dass Jocelyn die Zelte und anderen Ausrüstungen reinigt. Wie passt das mit Bildermalen zusammen? Manfred: "Aquarelle malen" und "Auto Waschen" haben beide mit Wasser zu tun :-) Im Ernst...Wir müssen viel selber machen sonst wäre die Sache nicht tragbar. Die Feriensaison ist nördlich des 49 ten Breitengrades sehr kurz. Frage: Das Angebot " Mit Geländewagen Zelt und Kanu durch die Wälder, Berge und Prärien von West Kanada" ist originell...was hat Euch veranlasst so ein finanziell riskantes Projekt zu starten? Manfred: Das ging nach der "klappts-da-klappts" Methode ...."Augen zu und durch". Bisher haben wir nichts zu bereuen. Ich hatte ein wenig Wildniserfahrung...in der Provinz Quebec hatte ich nördlich von Montreal am Rande der Wildnis ein Seegrundstück gekauft, gerodet und eine kleine Blockhütte gebaut. Jeden Freitag Abend bin ich aus der Stadt raus, fuhr zur Hütte..habe gezimmert, gemauert, einen Weg gebaut, einen Brunnen gegraben, bin gewandert und geschwommen. Abends sass ich vor der Hütte, schaute auf den See hinaus, lauschte dem Balzruf der Loons und liess meinen Gedanken freien Lauf. Frage: Das war im Osten Kanadas. Wieso seid Ihr jetzt im Westen? Manfred: Die Schwiegereltern wollten uns in der Nähe haben. Frage: Und dann? Manfred: Dann bastelten wir uns im Westen eine neue Existenz. Frage: Warum soll man mit einem Geländewagen, Zelt und Kanu British Columbia erkunden? Manfred: Man soll nicht...aber man will. BC ist enorm gross. Das Netz befestigter Strassen ist begrenzt. Im Laufe der Jahrzehnte hat die Forstwirtschaft ein sehr umfangreiches Wegnetz geschaffen. Wer zivilisationsmüde ist und Lust auf ein wenig Abenteuer hat, verlässt die Touristenrouten, taucht in das wilde Hinterland ein und durchstreift Kanadas Westen dort wo nur die Eingeweihten sich bewegen. Ohne dieses Forstrassennetz könnte man nicht in die Wildnis eindringen, unzählige abgelegene Seen aufsuchen, verlassene Goldminen entdecken, alte Blockhäuser inspizieren und sein Lager an einsamen Stränden aufschlagen. Man könnte weder die naturreinen Hotsprings aufsuchen, die Landschaft aus dem Blickwinkel der alten Pioniere und Goldsucher betrachten noch den Forellen beibringen, in die Pfanne zu springen. Frage: Welchen Gefahren ist man im Hinterland ausgesetzt? Manfred: Wer sich normal verhält, Vernunft walten lässt, hat nichts zu befürchten. Die Wahrscheinlichkeit im Busch einen Unfall zu erleiden, ist um ein Vielfaches geringer als auf einer europäischen Landstrasse bzw. Autobahn Schaden zu nehmen. In den 14 Jahren ALLRAD Holidays hat noch keiner Schaden erlitten. Begegnungen mit Bären sind selten. Meistens sieht man sie irgendwo am Strassenrand, wobei sie meist blitzschnell im Wald verschwinden. Die Bären haben Angst vor den Menschen. Grizzlys habe ich noch nie in freier Wildbahn angetroffen. Sollten Sie einem dochmal auf einem Pfad begegnen, Augenkontakt vermeiden und ruhig und langsam rückwarts das Weite suchen. Wir geben unseren Gästen ein diesbezügliches Merkblatt mit auf den Weg. Fortsetzung folgt...
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